
Der erste Spaziergang des Jahres der Oftersheimer Grünen führte am letzten Freitag durch die Ortsmitte.
Startpunkt war bei winterlichen Temperaturen wieder der Brunnen vor dem Rathaus. Fraktionssprecher Patrick Schönenberg begrüßte die zwischen 19 und 91 Jahre alten anwesenden Personen und konnte gleich vor Ort zu zwei aktuellen Themen berichten.
Auf dem Dach des Rathauses ist inzwischen die neue Mobilfunkantenne installiert, die bald in Betrieb genommen werden soll. Dann kann auch endlich die Behelfsantenne auf dem alten Messplatz entfernt werden und der Platz wieder als Parkplatz zur Verfügung stehen.
Auch die Elektroinfrastruktur in Oftersheim wird gerade kräftig modernisiert, wie die Teilnehmer:innen an der offenen Baustelle am Rathaus begutachten konnten. Neben zwei neuen Trafostationen in der Eichendorffstraße und am alten Messplatz werden auch neue Kabel verlegt. Schönenberg wies auf den Behelfsmast an der Kreuzung in der Ortsmitte hin, der nötig ist, weil einzelne Häuser noch über das Dach versorgt werden. Dieser Mast wird hoffentlich in absehbarer Zukunft wieder entfernt werden können.
Weiter ging es vorbei am alten Feuerwehrhaus. Die Frage eines Teilnehmers, wann dieses genau abgerissen wird, konnte Schönenberg nicht exakt beantworten. Bekannt ist, dass dort ein neues Wohnhaus mit Geschäftsräumen im Erdgeschoss entstehen wird, das zur vorhandenen Gebäudezeile passt. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten in der Ortsmitte weitergehen, sobald der neue Kindergarten bezogen worden ist und die Container wieder abgebaut werden können.
Der nächste Halt erfolgte im Pfarrgarten der katholischen Kirche. Hier plant die Kirchengemeinde ein neues Gemeindezentrum. Hinter dem dann sanierten bestehenden alten Pfarrhaus soll sich ein großer neuer Gemeindesaal anschließen. Hierzu müssten einige alter Bäume und Hecken weichen und das Spielgelände des Kindergartens würde teilweise „um die Ecke“ hinter die Kirche verlegt werden. Das Vorhaben wurde durchaus kritisch diskutiert und den Teilnehmer:innen des Spaziergangs war nicht ersichtlich, warum bei den zurückgehenden Mitgliederzahlen und sogar Schließungen von Kirchen und Pfarrgemeinden, ein so großer neuer Gemeindesaal benötigt wird.
Räumlichkeiten für größere Veranstaltungen gibt es in der Gemeinde mit Rosesaal, Bürgersaal, Gemeindesaal und Saal im Rettungszentrum eigentlich mehr als ausreichend.
Der Neubau des Kindergartens war dann auch die nächste Station des Spaziergangs. Hier konnten sich die Teilnehmer:innen davon überzeugen, dass die Arbeiten weit fortgeschritten sind und ein Umzug schon in den Osterferien geplant ist. Schönenberg lobte den zügigen Baufortschritt und erläuterte, dass ein Teil der Fassade mit Holz verkleidet werden wird.
Bereits abgeschlossen sind die Kanal- und Straßenarbeiten in der angrenzenden Sofienstraße. Die Teilnehmer:innen waren beeindruckt von der Wirkung, die durch den neuen Belag und die nicht mehr benötigten Gehsteige erzielt wurde. Die Straße soll in Zukunft eine verkehrsberuhigte Zone werden. Zuvor muss die Gemeinde aber noch – in Abstimmung mit den Anwohnern – Parkplätze einzeichnen lassen.
In der Sofienstraße konnten auch die dort bereits montierten modernen LED-Straßenleuchten und deren Licht begutachtet werden. Solche Leuchten sollen in naher Zukunft im ganzen Ort die alte Beleuchtung ersetzen. Sie sind viel sparsamer, insektenfreundlicher und strahlen ihr Licht zielgerichtet nach unten auf die Straße und weniger in die Umgebung ab.
Von der Sofienstraße ging es zur Gemeindebücherei und zum JUZ.
Die Gemeindebücherei wird sehr aktiv genutzt. In Kooperation mit den Grundschulen besuchen ganze Schulklassen regelmäßig die Bücherei, die Grundschüler werden so an die Bücherei und an das Lesen herangeführt. Die verstärkte Kooperation schlägt sich auch in den Nutzerzahlen und Ausleihen nieder.
Neben dem JUZ, dass seit dem letzten Jahr eine neue Leitung hat, steht inzwischen das „Jugendatelier“. Das ist ein Container, der von den Jugendlichen selbst ausgebaut und mit einem Schallschutz versehen wurde. Das Jugendatelier bietet insbesondere Musikgruppen eine Übungsmöglichkeit, kann aber auch für andere Aktivitäten genutzt werden.
Zum Abschluss des Spaziergangs wurde noch die neu gepflasterte Fläche hinter dem Gemeindemuseum und der Scheune besichtigt. „Man sieht zwar wenig, aber hier haben wir Geld ausgegeben, um den Platz standsicher für einen Einsatz der Drehleiter der Feuerwehr zu machen“ erläuterte Schönenberg. Eine unscheinbare Maßnahme, die aber notwendig war, damit das Gemeindemuseum wie bisher weiter genutzt werden kann. Am Ende waren sich die Teilnehmer:innen einig, dass es ein sehr interessanter und lehrreicher Rundgang durch die Ortsmitte war. Es gab viel Neues zu besichtigen und anhand des Fortschritts bei den Baustellen vom letzten Jahr konnte man sich ein gutes Bild davon machen, das die Gemeinde auch bei knapper Haushaltslage sinnvoll weiter in die lokale Infrastruktur investiert.