Invasive Ameisenarten breiten sich zunehmend auch in unserer Region aus. Eine Art steht dabei im Fokus: Tapinoma magnum, die Große Drüsenameise. Auch in Oftersheim gibt es mittlerweile mehrere bekannte Vorkommen dieser ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammenden Ameisenart. Die Grünen Oftersheim laden deshalb gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten und Diplom-Biologen Dr. Andre Baumann zu einer Exkursion ein, bei der die invasive Ameisenart direkt vor Ort beobachtet und ihre Bekämpfung erläutert werden soll.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 18. September 2026, um 17:30 Uhr statt. Treffpunkt ist der Bauhof der Gemeinde Oftersheim, Saarstraße 26. Auf dem Gelände befindet sich ein großes Vorkommen von Tapinoma magnum. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Tiere unmittelbar vor Ort zu beobachten und mehr über ihre Lebensweise und Ausbreitung zu erfahren.
Ein besonderer Programmpunkt ist die Vorführung des Heißwassergeräts des Bauhofs, mit dem die Armeisen im Ortsgebiet bekämpft werden
„Tapinoma magnum hat in Baden-Württemberg einen Verbreitungsschwerpunkt im Oberrheingraben. Die Gemeinden und Bürger werden vor neue Herausforderungen gestellt“, erklärt Dr. Andre Baumann. „Wir wollen deshalb informieren, genauer hinschauen und gemeinsam mit Fachleuten darüber sprechen, was über die Art bekannt ist und welche Möglichkeiten es gibt, ihre weitere Ausbreitung einzudämmen.“
Das Land Baden-Württemberg hat ein praxisorientiertes Forschungsprojekt zu Tapinoma magnum gestartet: Die Staatlichen Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe wurden vom Umweltministerium beauftragt, sich Verbreitung, Ausbreitung und genetischen Herkunft von Tapinoma magnum zu erforschen und geeignete Bekämpfungsstrategien zu entwickeln.
„Bei invasiven Arten ist es wichtig, dass Wissenschaft, Kommunen und Bevölkerung miteinander im Austausch stehen“, so Baumann. „Die Exkursion bietet die Möglichkeit, direkt vor Ort Fragen zu stellen, die Ameisen selbst zu sehen und zu erfahren, was Kommunen und Betroffene gegen die Ausbreitung unternehmen können.“
Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenlos und barrierefrei zugänglich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.