
Zu einem „Grünen Spaziergang“ hat der OV Oftersheim von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am letzten Freitag eingeladen. Diesmal ging es von der Ortsmitte Richtung Jugendplatz und Landgraben – „fast schon eine Wanderung“ wie es eine der Mitspazierenden ausdrückte.
Start war in der Ortsmitte beim frisch gesäuberten Rathaus. Petrus hatte ein Einsehen, das Gewitter war gerade vorbei und der Spaziergang konnte wie geplant stattfinden. Erster Stopp war beim Siegwald-Kehder-Haus. Hier konnten sich die Spaziergänger*innen selbst anhand des Zustands der Holzfenster ein Bild davon machen, dass das Siegwald-Kehder-Haus in die Jahre gekommen ist und demnächst eine größere Renovierung und energetische Sanierung erfolgen muss. Auch das Thema Klimatisierung der einzelnen Wohnungen sollte bei einer Sanierung berücksichtigt werden.
Weiter ging es entlang der Mannheimer Straße Richtung Hardtwaldring. Diskutiert – und für nicht gut befunden – wurde die Führung des Radwegs Richtung Hardtwaldsiedlung. Einmal mehr wurde der mit Pollern abgegrenzte Übergang zur Lindenstraße als für Fahrradfahrer gefährliche Stelle identifiziert, zumal hier Fahrradfahrer*innen, Fußgänger*innen und Autofahrer*innen direkt zusammentreffen. Auch der weitere Verlauf ist alles andere als ideal. Der Grüne OV fordert seit langem, dass für diesen Radweg ein Vorschlag von einem Experten erstellt und zumindest die gefährlichsten Stellen entschärft werden.
Nächster Anlaufpunkt des Spaziergangs war die Theodor-Heuss-Schule. Schon anhand der Orientierungstafel am Platz vor der Schule konnte man sehen, dass sich hier viel getan hat und der Umbau der Schule sich der Fertigstellung nähert: klar erkennbar war das zuletzt vom Gemeinderat genehmigte Farbleitsystem.
Im weiteren Verlauf wurde die für den Schulsport vorgesehene Tartanfläche in Augenschein genommen. Diese muss dieses Jahr repariert werden und gerade diese Woche kam aus dem von den Grünen geführten Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen der Bescheid, dass die Erneuerung der Fläche vom Land gefördert wird – sogar mit etwas mehr Geld als zunächst erwartet.

Nächster Stopp war am von den Grünen initiierten und inzwischen von der JuBetO betreuten Jugendplatz. Basketballkörbe, Tecball-Platte und Himmelsliege sind inzwischen installiert. Leider fehlen immer noch die Markierungen für das Basketballfeld und der geplante Unterstand. Wie Fraktionssprecher Patrick Schönenberg informierte, liegt immer noch keine Genehmigung vom Kreis vor: „Der Platz wird inzwischen nicht mehr als Jugendplatz eingestuft, sondern als Sportplatz. Und dafür gelten andere Regeln“. Eine merkwürdige und mehr als fragwürdige Auffassung.
Zum Abschluss der „Wanderung“ ging es dann noch an den Landgraben bzw. Leimbach. Auf dem Weg konnten die Spaziergänger*innen erfreut feststellen, dass der Bauhof der Gemeinde hier sehr aktiv war und an Wegesrand neue Obstbäume gepflanzt hat. In der Ferne war das Umspannwerk Neurott zu erkennen, in dessen unmittelbarer Nähe ein Batterie-Großspeicher auf Oftersheimer Gemarkung geplant ist. Und auch am Leimbach und Landgraben wird sich in Zukunft einiges verändern, wenn diese im Rahmen eines durch das Land vorangetriebenen Ökologieprojekts zusammengelegt und naturnah umgestaltet werden.
„So ein Spaziergang lohnt sich, man lernt viel, was man auch als gut informierte Oftersheimerin noch gar nicht wusste“ so das Fazit einer Teilnehmerin am Ende des sehr interessanten Spaziergangs des Grünen OV.